|
Die Deutschen Landesbühnentage
Eine ganz besondere Attraktion erwartet das Publikum in der Spielzeit 2008 / 2009. Es ist dem Theater Hof gelungen ein Theaterfestival nach Hof, Bayreuth und Selb zu holen: Die deutschen Landesbühnentage.
Vom 9. bis zum 15. März 2009 werden 17 Landestheater aus ganz Deutschland auf den Bühnen des Theaters in Hof (Großes Haus und Studio), in Bayreuth (Stadthalle – Grosses und Kleines Haus) und Selb (Rosenthal-Theater) zu Gast sein. Unser Publikum hat innerhalb weniger Tage die Gelegenheit zu erleben, wie vielfältig die Theaterarbeit in Deutschland ist. Spielplan
Viel wird in diesen Tagen über die Gesellschaft der Zukunft diskutiert. Demographie, für die sich früher niemand interessierte, ist plötzlich in aller Munde. Wir wissen, so wie es war, wird es nicht bleiben - unsere Umwelt ist starken Veränderungen unterworfen: Regionen wachsen, andere schrumpfen; die Menschen orientieren sich neu. „Was tun?“ fragt die Kultusministerkonferenz.
Sie empfiehlt, die Teilhabe künftiger Generationen an Kultur immer mitzudenken und die Situation als Chance zu begreifen. Dann fordert sie zur verstärkten Schaffung „mobiler Kulturangebote“ heraus - und nennt ausdrücklich die Landesbühnen. Was bedeutet das? Dass die Landestheater in Deutschland eine Theaterform mit Zukunft sind: Indem wir Theater zu den Menschen bringen, in Orte, die nicht über ein eigenes Theater verfügen.
Kunst braucht Freiraum Landesbühnen bieten alle Sparten und Genres: Klassiker neben Zeitstücken, Uraufführungen, Kinder- wie Jugendtheater, Oper wie Operette, Musicals, Konzerte, Boulevardkomödien, zeitgenössisches Tanztheater neben klassischem Ballett, dazu Kleinkunst, Kabarett, Lesungen … Das Angebot der Landesbühnen reflektiert die Vielfalt des Theaters schlechthin: Die ganze Palette der Theaterkunst. Und deshalb wird unser Theaterfestival auch durch kein Motto, keine Vorgabe eingeengt.
Es wird ein buntes Programm werden, denn wie heißt es so schön in Goethes Faust: „Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen, …“ Die deutschen Landesbühnentage bieten die einmalige Gelegenheit, eine faszinierende Vielfalt von Stücken und Inszenierungen intensiv zu erleben und den Reichtum der deutschen Theaterlandschaft zu genießen. Junges Theater
Hallo Nazi von Monoblock Drei junge Männer treffen aufeinander: Erich, der Polizist; Jan, der junge Pole, der sich illegal in Deutschland aufhält; und Rudi, der Neonazi. Jeder fühlt sich im Recht, jeder verteidigt seine Position gegen den anderen, mal mit Argumenten, mal mit Handgreiflichkeiten. Die Vermeidung von eindeutigen Schuldzuweisungen macht das Stück spannend. Nachdenken bevor die Argumente zementiert sind, tut Not. Nicht mehr, nicht weniger will dieses Stück (nicht nur) für Jugendliche.
Katharina und Till von Rainer Lewandowski 16. Jahrhundert, Katharina, eine junge Bauerntochter, und Till, der Sohn des Kürschnermeisters Sebastian Lotzer, sind ineinander verliebt. Sie wollen heiraten, aber das geht nicht ohne die Erlaubnis der gräflichen Obrigkeit, die eine strenge Herrschaft über ihre leibeigenen Bauern ausübt. Außerdem kann Katharina den kleinen Hof des Vaters nicht verlassen, da sonst der Zehnte nicht erwirtschaftet werden kann. Auch die Zünfte verbieten die Heirat, nur Meister dürfen ehelichen. Katharina und Till geraten in die Wirren ihrer Zeit.
Eine Odyssee von Ad de Bont Eine der berühmtesten Geschichten der Welt ist das griechische Epos um den Helden Odysseus und seiner Irrfahrt nach dem Trojanischen Krieg zurück in die Heimat. Dem Holländer Ad de Bont gelingt es auf geniale Weise Homers Vorlage in seinem Jugendstück neu zu erzählen, aber dessen Originalität unangetastet zu lassen.
An der Arche um Acht von Ulrich Hub Zwei Pinguine gehören zu den Auserwählten. Sie dürfen auf die Arche Noah. Aber das ist auch ihr Problem. Sie können unmöglich ihren Freund, den dritten Pinguin, im Stich lassen. Eine turbulente Geschichte um Freundschaft, die mit Leichtigkeit die Frage nach Gott und der Welt neu stellt.
SUMSUM von Laura de Weck Zwei Jugendliche lernen sich zufällig „im Computer“ kennen. Selima lebt weit weg. Er fliegt zu ihr. Sie sprechen nicht dieselbe Sprache. Sie beginnen, sich näher kennenzulernen: auf eine zarte, fremdartige Weise sprechen sie in einer poetischen Geheimsprache miteinander. Laura de Weck ist „die begabteste und vor allem witzigste Debütantin seit Jahren in der Schweiz (Die Weltwoche)
|